Wissenswertes über Boxspringbetten

 

Ein Boxspringbett zeichnet sich durch den besonderen und in Zentraleuropa seltenen Unterbau aus. Das Bett baut auf ein gefedertes Untergestell auf, das namensgebend als „Boxspring“ bezeichnet wird. Es unterscheidet sich hierdurch von dem in Deutschland verbreiteten Bett mit Lattenrost. Das Boxspringbett ist insbesondere in Skandinavien, Großbritannien, den Beneluxstaaten und Nordamerika sehr verbreitet und wird deshalb auch Amerikanisches Bett oder Continentalbett genannt.

 

Geschichte und Entwicklung des Boxspringbetts

Das Schlafsystem wurde zu Beginn des 20 Jahrhunderts eingeführt und ist eine Weiterentwicklung der vorherigen Praxis, zwei Matratzen aufeinander zu legen mit dem Ziel, aus hygienischen Gründen die direkte Auflage auf dem Boden zu vermeiden. Die Einführung des Federkernunterbaus wurde schnell zu einem Erfolg und das Schlafsystem fand sich bald in Hotels der Oberklasse ebenso wie auf Kreuzfahrtschiffen – unter anderem in der ersten Klasse der RMS Titanic. In Hotels ist es vor allem deshalb so beliebt, weil es für die meisten Gäste einen angenehmen Schlaf ermöglicht ohne ergonomische Sonderanpassungen zu erfordern. Darüber hinaus ist es im Verhältnis deutlich höher als ein Bett mit Lattenrost, weshalb gerade ältere Hotelgäste es als angenehmer empfinden. So bereitet vor allem das Aufstehen deutlich geringere Probleme als bei einem niedrigeren Bett.

 

Aufbau eines Boxspringbetts

Das Bett besteht aus der Boxspring, einem massiv gerahmten Unterbau, in dem sich der Federkern befindet. Dieser Unterbau ist mit Stoff bezogen und steht auf Füßen, wodurch der Luftaustausch von unten gewährleistet wird. Auf den Unterbau folgt die eigentliche Matratze. Diese kann je nach Wunsch prinzipiell aus beinahe jedem Material bestehen, muss allerdings genau auf den Unterbau zugeschnitten sein, damit ein nächtliches Verrutschen ausgeschlossen ist. Beim amerikanischen Springboxbett ist diese Matratze ca. 30 cm stark, während die skandinavische Ausführung eine sogenannte Topper-Matratze kennt, die quasi eine schmale Schonauflage darstellt, gleichzeitig aber den Druck des Körpergewichts noch besser auf den gesamten Unterbau verteilt. Im Unterschied zu einem Bett mit Lattenrost reagiert das Springboxbett punktelastisch auf die Belastung durch den Schlafenden. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Federung den Körper auf der ganzen Länge stützt, wodurch ergonomische Sondereinstellungen überflüssig sind.

 

Große Auswahl schafft Probleme

Die große Beliebtheit dieses Schlafsystems in verschiedenen Regionen der Welt führt zu einer großen Vielfalt an Springboxbetten. Im Hinblick auf die eigentliche Matratze ist dies nachteilig, da es keine standardisierten Normen für die Maße des Unterbaus gibt, weshalb der Kauf der Auflagematratze genau auf die Springbox abzustimmen ist.